Feedback zu Openreli 2013

1. Ich bin gegen Ende des Kurses wieder einmal etwas in der Versenkung verschwunden, das hatte aber einfach zeitliche Gründe.

2. Ich bin total überwältigt von der Kreativität und Schaffenskraft einzelner TeilgeberInnen, ein besonderer Dank an Marion, die auch noch einmal auf von ihr bereits in BRU publizierte Weihnachts-Praxis-Tipps verwiesen hat, wirklich toll!

3. Zwischenzeitlich hatte openreli bei mir den Effekt, dass ich dachte: du machst alles falsch, du bist überhaupt nicht qualifiziert genug für diesen Job, den ich ja erst seit 2 ½ Jahren mache. Andererseits stellte ich dann auch fest, dass die meisten der TeilgeberInnen ja durchaus schon viel mehr Erfahrungen mitbringen und regelrechte „Profis“ sind (rpi virtuell, BRU, Religionspädagogische Institute etc). Wo waren eigentlich all die „normalen“ RelilehrerInnen? Schade, dass sich doch so wenige beteiligt haben. Ich werde auf jeden Fall weiter Werbung für solche Projekte machen!

4. Nach dem zwischenzeitlichen  Gefühl von Unzulänglichkeit kam aber auch wieder die Begeisterung für das  Thema „Kompetenzorientierter Religionsunterricht“: wie sieht der Unterricht der Zukunft aus, was geht, wo wollen wir hin, wohin wollen die SchülerInnen? Ich glaube, ich habe ganz viel gelernt, ich sehe ganz anders auf meine Arbeit, überprüfe, was ich tue, verändere meine Aufgabenstellungen, versuche, die SuS stärker mit einzubeziehen in den Planungs- und den Lernprozess. Ich finde es nicht einfach, vor allem nicht in den Klassen, die ich zurzeit unterrichte, aber ich versuche es.

Nach langer Twitter-Abstinenz bin ich wieder etwas eingestiegen und auch hier auf viele interessante Links und Ideen gestoßen. Das Internet ist wirklich auch mein „Tor zur Welt“ und lässt mich auch in Ostwestfalen nicht versauern… 😉 Mehr als Blogs lesen, Facebook und gelegentliches Twittern wird es aber nicht, das real life ruft…!

5.Ein großes Dankeschön an das Team von openreli, es war wirklich eine gute Erfahrung. Ich hoffe, es gibt weitere Projekte dieser Art. Machen wir uns auf den Weg!

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Ich kann „WIKI“! – Hausaufgabe für #openreli

Im Rahmen von #openreli gibt es die Aufgabe, eine eigene Unterrichtssequenz oder -einheit ins Netz zu stellen. Das habe ich jetzt getan, und zwar in Form eines (man/frau lernt nie aus!) Wiki-Eintrags:

Die 10 Gebote – was hat das mit mir zu tun?

Darin stelle ich Überlegungen und Arbeitsblätter zur Verfügung, an denen andere mitüberlegen und -wirken können, die übernommen, verändert, kommentiert und natürlich auch verbessert werden können.

Das Thema „Gebote und Werte“ stößt auch in „nicht-religiös“ eingestellten Klassen auf Interesse, weil dabei viele Alltagsthemen und Konflikte zur Sprache kommen können. Die biblischen Gebote fungieren dabei als ein Angebot, sich in solchen Situationen zu verhalten und ein Kriterium, an dem die SuS die eigenen Wertvorstellungen und moralischen Setzungen überprüfen können. Woher habe ich eigentlich diese Vorstellungen, wer hat mir das beigebracht, wann hilft es mir, wann versagen sie? Überrascht stellen die SuS immer fest, dass diese alten 10 Gebote einen nicht geringen Einfluss auf unser Rechtssystem hatten und dass die meisten Gebote die ganz persönlichen Werte der SuS schützen können, wenn sie beachtet werden. Sie haben also eine Menge mit mir  und dir zu tun!

Brauchen Maurer religiöse Kompetenz?

Schwer beeindruckt bin ich immer noch von den Vorträgen der letzten #openreli Sessions und den Kommentaren bzw. Publikationen anderer Teilnehmer. Ich bin neu im „Geschäft“ nach jahrelanger Abstinenz und versuche, Schritt zu halten…  Ganz spannend fand ich die Frage: Was ist religiöse Kompetenz? Was sollen und wollen die SuS lernen, was gibt ihnen der RU, das ihnen hilft, ihr Leben zu gestalten und zu bestehen?

Nun, dass Erzieherinnen an kirchlichen Kindergärten und Altenpflegerinnen ganz direkt mit religiösen Fragen konfrontiert werden, ist einleuchtend. Da kann ich auch verstehen, dass sie ein gewisses Interesse mitbringen, ja, sogar gezielte Frage- und Problemstellungen, an denen man dann mit der Klasse wunderbar arbeiten kann.

Aber was ist mit den Maurern und Fliesenlegern, den Landwirten und Holzbautechnikern, die mir in meinem Stundenplan begegnen? Die vorrangige Einstellung ist dort: RU im Berufskolleg ist Zeitverschwendung, wir wollen das nicht, wir brauchen das nicht, wir glauben das alles nicht. Im BRU Magazin /55/2011 gibt es eine Reihe von interessanten Vorschlägen für Handwerker: Kirchenbau für die Maurer, Schöpfungsverantwortung für Landwirte und Holzwirtschaft, multireligiöse Feste für Ernährungsfachleute. Meine Maurer wollen aber keine Kirchen bauen und werden sie voraussichtlich auch nicht. Es ist so schwer, Lernanforderungssituationen auszumachen. Dazu kommt, dass das meiste Material viel zu textlastig ist. Bei mehr als 5 -10 Zeilen Text geht ein Aufschrei durch die Klasse – und das Erschütternde ist, dass viele Schüler dabei wirklich überfordert werden. Die 3 Gymnasiasten in der Lerngruppe, die die Ausbildung nur als Sprungbrett für ein Studium benutzen, fühlen sich dann meistens unterfordert.

Also: was sollen meine Maurerklassen lernen, welche religiöse Kompetenz sollen sie erwerben? Mehr noch als die berufliche Situation ist der Religionsunterricht AN SICH eine Lernsituation und so gesehen eine Chance:

·         Die Gruppe ist sehr heterogen: ich lerne friedlich und ohne wüste Beschimpfungen auszusprechen mit Menschen anderer kultureller, nationaler, religiöser Herkunft zu kommunizieren

·         Ich lerne meine eigene Meinung kennen: warum tue ich, was ich selbstverständlich tue, woher habe ich meine Wertmaßstäbe, woher kommen meine Lebensziele, habe ich überhaupt welche?

·         Ich lerne, meine eigene Meinung  darzustellen und im Dialog zu begründen, auf die Argumente andere einzugehen, meine Meinung auch zu revidieren

·         Dabei lerne ich z.B. etwas über die Weltreligionen: was glauben die anderen, wie leben sie ihren Glauben, welche Konsequenzen hat er für den Alltag?

·         Falls von keinem Schüler der Input kommt, ist es die Aufgabe der RU-Lehrerin, den christlichen Input zu geben: ich lerne etwas (wirklich nur etwas und exemplarisch!) über die christliche Tradition, das zu dem Unterrichtsthema passt: eine biblische Geschichte, ein kurzer Text, eine bildliche Darstellung, eine Biographie, etc.

·         Unsere Gesellschaft und Kultur ist immer noch (trotz wachsender Säkularisierung) von religiösen und christlichen Motiven geprägt: Kunst, Musik, Film, etc. Viele dieser Motive werden gar nicht mehr als christlich erkannt und so gelingt der eine oder andere Überraschungseffekt: ich lerne, meine Kultur zu verstehen, ich kann mitreden, ich habe unter Umständen „mehr“ von einem Film (z.B. Adams Äpfel, Jesus liebt mich, Gran Torino), wenn ich die Andeutungen verstehe.

·         Ob ich das will oder nicht: als RU-Lehrerin und Pastorin bin ich für die SuS selbst ein lebendiges Beispiel für Religion. Ich bin für viele der einzige Bezugspunkt zu „Kirche“. Lasse ich mich darauf ein? „Glauben Sie das denn?“ – daraus ergeben sich oft interessante Unterrichtsgespräche, nicht planbar, nicht immer vorgesehen, aber ich lasse mich gerne darauf ein.

·         Zum Glück gibt es auch Themen, die Berufsbezug haben (s.BRU oben). Ganz engagiert sind die SuS auch beim Thema Gerechtigkeit, Wert der Arbeit, Hartz4 oder Arbeit. Auch hier macht BRU gute, auch für mich einsatzfähige Vorschläge (BRU 58/2013 Recht und billig!?) Ich arbeite dran…Überrascht sind die SuS wenn sie erfahren, dass Freimaurer (spannend wegen der Verschwörungstheorien, nicht wegen der religiösen Inhalte) tatsächlich etwas mit ihrem Beruf zu tun haben und dass Jesus auch Baumeister gelernt hat – aber das führt selten zu einem echten Interesse an Religion oder einem religiösen „Erlebnis“…

Gute Erfahrungen habe ich in allen Klassen mit Einheiten zum Thema „Werte und Gebote“ gemacht. Was ist dir wichtig – z.B. anhand einer „Wertewanderung“ – 25 Werte sollen auf einer imaginären Wanderung  auf 10 für die Gesamtklasse reduziert werden. Dabei ist sowohl die Entscheidung als auch der Prozess von Bedeutung – wie verläuft die Entscheidungsfindung, wie findet ihr einen Konsens – und das dann zu reflektieren im Hinblick auf das Zusammenleben und –arbeiten in einer multikulturellen Klasse und Gesellschaft. Auch die Arbeiten zu den Geboten der zweiten Tafel führen meist direkt in den Alltag der Schüler hinein: Verhältnis zu den Eltern, Liebe und Treue, Notlügen und Neid. In all diesen Gesprächen gilt aber: mein christlicher Input ist EINE Sichtweise, ein Angebot im Konzert der Wertvorstellungen – und manch einer entscheidet sich auch dezidiert dagegen. Damit kann ich aber leben. Mir ist der Prozess des sich Austauschens wichtiger.

Ist das zu wenig für evangelischen Religionsunterricht?

#Openreli 3.Woche: Hausaufgaben

Jetzt hatte ich mal Zeit, mich durch die Vorträge und Blogposts der letzten Woche zu arbeiten, das erschlägt einen ja ganz schön. Auf der anderen Seite war ich überrascht, viele meinerKriterien“ für guten Unterricht“ in den Beiträgen wiederzuerkennen, mit schöneren, professionelleren, pädagogischen Namen.  😉 Andererseits fühle ich mich auch „sooo klein mit Hut“  angesichts der Anforderungen, z.B. der Drübecker Kriterien. Ich weiß, es gibt wahrscheinlich kaum eine Unterrichtsstunde, in der alle diese Kriterien erfüllt werden. Wenn man den Vorträgen und Prezis lauscht, hat man aber den Eindruck, das sei alles ganz einfach und selbstverständlich. Was soll man kritisch dazu sagen? Ist ja alles ganz toll und wünschenswert. Aber  WIE  MACHE  ICH  DAS??? Und wo sind die ganz praktischen, leistungs- und/oder anforderungsdifferenzierten Arbeitsmaterialien, die ich dann auch zeitgleich im Unterricht einsetzen kann? Vorschläge bei rpi virtuell z.B. gehen irgendwie meistens von lernhomogenen Gruppen aus. DA muss ich mir dann was zusammensuchen aus den Bereichen Primar/SekI/SekII – ja, die können  ALLE in meiner Unterrichtssituation vorkommen(Berufskolleg). Ich fühle mich gerade ein wenig überfordert…

Ganz interessant fand ich die Videos  (ich habe mir nur die zum 10.Klasse-Unterricht angesehen),  weil die meiner Unterrichtssituation eher entsprechen. Ganz praktisch nehme ich da folgendes mit:

  • ·         SuS nehmen einander „dran“, nicht nur die Lehrerin
  • ·         Klare Darstellung des Ablaufs der Stunde, Übersicht für die SuS an der Tafel
  • ·         Aufgabenstellung, die alle SuS ans Arbeiten kriegt
  • ·         Klare Trennung der Arbeitsphasen (Atemübung!)
  • ·         SuS geben einander Feedback
  • ·         Lehrkraft wartet bei Fragen an die Klasse, bis sich mehrere SUS melden, bevor sie eine/n drannimmt

Zu den Fragen in den Beiträgen von A.Ziemer:

Ich erinnere mich…

…an eine Stunde innerhalb der Einheit „Religion im Alltag“. Es ging um die Frage, wo Religionsausübung zum Konfliktfall wird. Ich hatte 3 Beispiele, die in Gruppenarbeit bearbeitet werden sollten und mit Hilfe eines Rollenspiels der Klasse nahegebracht werden sollten. Die Klasse bestand aus Schülerinnen einer Berufsschulklasse (Technische Assistentinnen Gestaltung), eine relativ motivierte und aufgeschlossene Klasse. Besonders eindrücklich war der Beitrag der Gruppe, die sich mit dem Thema „Dürfen muslimische Schüler an einer Schule öffentlich beten?“ (war damals ein aktueller Fall). Die ganze Klasse war wie gebannt, als eine muslimische Schülerin innerhalb des Rollenspiels vorführte, wie eine Muslima betet: Sie ging zum Waschbecken, wusch sich Arme und Hände, etc., warf dann ihre Jacke auf den Boden und vollzog ein rituelles Gebet. Die Klasse war zuerst verunsichert, dann aber sehr ernsthaft dabei und stellt interessierte Fragen, die die Schülerin beantwortete.

Ich als christliche Religionslehrerin hätte niemals eine so authentische und methodisch eindrückliche „Information“ liefern können. Es war ein ganzheitliches Erleben, sinnstiftende Kommunikation. Das ist übrigens für mich mit ein Grund dafür, dass ich für einen multireligiösen Unterricht bin, anstatt die SuS in katholisch, evangelisch, muslimisch, atheistisch/ethisch usw. zu unterteilen. Es geht ja um Kommunikation miteinander, nicht nur Information über dies oder jenes. Trennung, Segregation gibt es schon genug.

Für diese Art des Unterrichts müssen Lehrkräfte natürlich entsprechend ausgebildet werden. Geschieht das schon irgendwo? Will man das bei „Kirchens“?

Woran erkennt man guten Religionsunterricht?

Heute ist guter RU „kompetenzorientierter“ RU. Ich gestehe, ich versuche immer noch zu verstehen, was das heißt. Als ich im Rahmen meiner theologischen Ausbildung  (in den frühen 80ern) eine sehr knappe pädagogische Grundbildung erhielt, mussten wir noch „Lernziele“ für jede Unterrichtsstunde formulieren. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das heute verpönt.

Aber ist der RU heute besser? Anders? Ich bin gespannt, ob ich im Laufe von #openreli da zu neuen Einsichten komme.

Hier ein paar sehr persönliche, eher erfahrungsbezogene Kriterien und Überlegungen zur Frage: was ist guter RU?

Guter RU ist…

  • ·         wenn sich möglichst viele SuS (Schülerinnen und Schüler) beteiligen
  • ·         wenn die Realität im Klassenzimmer ernst genommen wird: religiöse Vielfalt, Atheismus…
  • ·         wenn  die SuS miteinander ins Gespräch kommen
  • ·         wenn die SuS von sich und ihren Erfahrungen sprechen
  • ·         wenn die SuS mehr wissen wollen und Fragen zum Thema stellen
  • ·         wenn eine vertrauensvolle, angenehme Atmosphäre im Klassenraum herrscht
  • ·         wenn die Lebenswirklichkeit der SuS vorkommt
  • ·         wenn die SuS ein Aha -Erlebnis hatten
  • ·         wenn die SuS etwas wissen/können, was sie vorher nicht wussten/konnten
  • ·         wenn keiner einschläft, keiner pausenlos stört, kurz: keine Langeweile herrscht
  • ·         wenn Fragen und Zweifel ihren Platz haben
  • ·         wenn die religiöse Dimension  sichtbar wird (nicht nur Ethik-Unterricht)
  • ·         wenn die SuS am Ende sagen: „was, schon vorbei die Stunde?“

Mindestens 3 dieser Kriterien sollten zutreffen, ich  glaube, dann könnte es „guter“ Unterricht sein…

Die Frage ist nun: Wie erreicht man das? Welche Methoden sind geeignet, zu welchen Themen haben die SuS einen Bezug, wie muss ich als Lehrkraft agieren u.v.m.

#OPENRELI ist bestimmt ein Schritt in die richtige Richtung!

bad day good day

#openreli – MenschWerden

Zweiter Versuch. Nachdem ich nur sporadisch am MOOC #coer13 teilnehmen konnte, habe ich mir vorgenommen, den Offenen Online Kurs zur Religionspädagogik möglichst vollständig zu verfolgen. Der ist ja auch besser auf meine speziellen Bedürfnisse zugeschnitten: Religionsunterricht am Berufskolleg, Religion für Maurer, Betonbauer, Landwirte, Holztechniker. Ist wie gesagt kein so leichtes Unterfangen. Die wissen ziemlich genau, welche „Kompetenzen“ sie erwerben wollen – und dazu gehört nicht unbedingt religiöse oder kulturelle oder soziale Kompetenz. Brauchen wir nicht, wollen wir nicht, haben wir schon. Wenn dann am Ende sogar noch eine gute vorweihnachtliche Unterrichtseinheit dabei herausspringt – umso besser! 😉

Lyrics unter der Lupe – Blog mit neuer Lizenz

Angeregt durch das MOOC zu Open Educational Resources #coer13 habe ich mein seit November 2010 bestehendes Blog „Lyrics unter der Lupe“  jetzt unter eine creative commons Lizenz cc-by-sa gestellt. Es gibt, das sehe ich an den Suchanfragen in meiner Blogstatistik, immer wieder Musikhörer und -hörerinnen, die sich näher mit den Songlyrics befassen möchten. Manches Mal sind mir auch meine eigenen Blogartikel bei Schülerpräsentationen begegnet, da das Thema „Religion in Songtexten“ sich immer wieder großer Beliebtheit erfreut. Bei der Gelegenheit lernen die SchülerInnen dann auch gleich etwas über den Umgang mit Quellen im Netz und lernen cc-Lizenzen kennen!

blog header

 

#cOER13 – SchnOERzeljagd – online Schnitzel suchen

Schnitzel cc by Jessica Spengler (on flickr)

Schnitzel cc by Jessica Spengler (on flickr)

Leider konnte ich an der Online-Schnoerzeljagd nicht live teilnehmen. Das nachträgliche Reinhören hat sich aber gelohnt!

Hier ein paar sehr nützliche Links, die sich aus der Aufgabenstellung ergaben und die immer eine Suche nach Unterrichtsmaterial mit einer creative commons-Linzenz wert sind:

 – www.flickr.com  – unter „advanced search“ nach cc-Lizenz suchen

http://www.google.com – unter „erweiterte Einstellung“ bei Seiten und Bildern nach cc-Lizenz suchen

http://www.youtube.com – auch hier gibt es nach dem Eintrag des Suchwortes die Möglichkeit, nach cc-lizensierten Clips  zu suchen

http://www.europeana.eu – für Recherche nach historischem Material – search by copyright

http://www.wiki.zum.de

– Generell ist alles, was mit „wiki“ bezeichnet ist, in der Regel cc-lizensiert (z.B. http://www.rezeptewiki.org

– In eine Suchmaschine das Suchwort + cc-Lizenz eingeben, z.B. bei http://www.metager.de

http://www.oercommons.org bietet lizenzfreies Unterrichtsmaterial in englischer Sprache

– Landkarten zur freien Nutzung und Veränderung gibt es bei http://www.openstreetmap.de

Das war mal ein sehr praktisch ausgerichtetes Event – danke!

Frust: es gibt keine passenden Schulbücher für mich

Das Problem: am Berufskolleg  unterrichte ich Klassen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da sind technischen ZeichnerInnen, die am Ende ihrer Ausbildung die Fachhochschulreife haben. Da sind die Maurer, Betonbauer und Fliesenleger, die eine Ausbildung im Betrieb machen und teilweise einen Hauptschulabschluss haben, die Realschule besucht haben oder sogar die allgemeine Hochschulreife besitzen (und auf einen Studienplatz warten) und zunächst eine handwerkliche Ausbildung machen möchten. Dann gibt es auch noch das Berufsgrundschuljahr, da finden sich die wieder, die noch nicht einmal einen Ausbildungsplatz ergattert haben und oftmals nicht im geringsten motiviert sind.

Für alle diese SchülerInnen gibt es nicht das EINE passende Lehrwerk. Ich bin gezwungen, meine Unterrichtsmaterialien selber zu „basteln“ und immer wieder neu anzupassen und zusammenzusetzen. Dasselbe Thema in allen Klassen mag gehen, aber nicht mit denselben Unterrichtsmaterialien.

Und hier kommen die Open Educational Resources (OER) ins Spiel – Material, das zur Verfügung gestellt wird und das man auch (straffrei) umwandeln und anpassen darf. Da ist noch so viel mehr möglich, als es das jetzt schon gibt. Deshalb COER13, deshalb dieses Blog.

Das funktioniert natürlich nur, wenn wir Lehrenden uns öffnen, unsere Ideen teilen, uns gegenseitig „in die Karten schauen lassen“. So können wir voneinander profitieren, lernen, Unterricht weiterentwickeln. Darüber freuen sich dann auch unsere SchülerInnen! 🙂